Wer war das Vorbild für Dagobert Duck?

Jeder kennt Dagobert Duck, die nach eigenen Angaben reichste Ente der Welt. Ihr Schöpfer war Carl Barks, ein Zeichner von Walt Disney. Die Idee zu dem Geizhals Dagobert Duck erhielt er durch die Figur des Ebenezer Scrooge, des reichen Geizhalses aus der Christmas Carol (Weihnachtsgeschichte) von Charles Dickens. Deshalb hieß Onkel Dagobert auch am Anfang Duck MacScrooge.

Dickens wiederum wurde zu der Figur seines Geizhalses durch Johan Jakob Astor inspiriert. Er lebte in New York City bis 1848. Er hinterließ ein Vermögen von 20 Millionen Dollar, nach heutigen Maßstäben sind das 110 Milliarden Dollar.

Klein Deutschland in Manhattan?

In Manhattan gibt es viele Viertel anderer Nationalitäten, man denke nur an Chinatown oder Little Italy.

Warum gibt es kein Little Germany?

Das hat im Wesentlichen zwei Gründe. Der eine ist die „General Slocum“ Katastrophe. Am 15. Juni 1904 fuhren anlässlich eines Picknicks etwa 1300 Deutsche mit der „General Slocum“ über den East River nach Long Island. Auf dem Dampfer brach ein Feuer aus, dem letztlich über eintausend Passagiere zum Opfer fielen.

Obwohl nur etwa ein Prozent der Bevölkerung von Kleindeutschland dabei ums Leben kamen, waren es doch die angesehensten Mitglieder, die nun fehlten – die Gemeinschaft brach auseinander.

Der zweite wichtige Grund war der bald folgende Erste Weltkrieg. Alles, was deutsch klang, wurde entfernt, man schämte sich, deutsch zu sein.

Das Wettrennen um den höchtsten Wolkenkratzer

Drei Wolkenkratzer wurden in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts fast zeitgleich gebaut: Das Wallstreet Building (das heutige Trump Buidling, das Chrysler Building und das Empire State Building. Das Wall Street Building war zuerst fertig, dann folgte das Chrysler Building. Nur wenige Tage vor der Fertigstellung gab es einen Trick des Architekten: Aus einem Fahrstuhlschacht wurde eine zerlegbare Haube gezaubert, die die bisherige Höhe des Gebäudes um 65 Meter erhöhte. Daraufhin reagierte das Projekt-Team des Empire State Buildiungs und man setzte noch eine schlanke, inzwischen allseits bekannte Spitze oben auf. Dadurch wurde das Empire State Building das damals höchste Gebäude der Welt und war mit 381 Meter 34 Meter höher als das Chrysler Building. Dort hatte man jetzt keine Möglichkeit mehr, man hatte sein Pulver verschossen.

(nachzulesen in meinem noch nicht erschienenen Buch „Die Schöne und der Detektiv“ oder bei Wikipedia)

Die Subways in Manhattan

Die Schnellbahnen gibt es in New York offiziell seit 1904. Bis zur Verstaatlichung im Jahr 1940 waren es drei Privatbahnen, die häufig „elevated“, also aufgeständert, gebaut waren. Gerade die Hochbahn entlang der 9th. Avenue war eine besonders abenteuerliche Konstruktion.

Nach und nach wurden die Hochbahnen durch Untergrundbahnen, den Subways, ersetzt und so verschwanden die interessanten Stahlkonstruktionen.

Das Taxi von Willy Murdoch

Es ist natürlich nicht sein Taxi, es gehört der Checker Taxi Corporation, die als Parmalee gegründet war und die größte Taxigesellschaft der USA war. Die Autos wurden von der Checker Motor Corporation nur für diesen Zweck gebaut. Sie waren geräumig und extrem langlebig. Es gibt viele Berichte mit Motoren über 1,6 Mio km Laufleistung. Es gab sie in vielen Varianten, u.a. mit sechs Sitzplätzen noch hinter dem Fahrer. Heute sind die Checker Cab Taxis von u.a. Ford-Modellen abgelöst worden.

Checker-Cab Model Y
Checker-Cab Model Y

Die Wallstreet

Vor 350 Jahren war erst der südlichste Zipfel von Manhattan bewohnt. Es waren Holländer, die dort in ihrem „Neu Amsterdam“ lebten. Zum Schutz gegen Indianer wurde eine über einen Kilometer lange Palisade errichtet, die Ende des 17. Jahrhunderts zu einer Mauer, der „Wall“ erweitert wurde. Der Erbauer der Palisade hieß im übrigen Petrus Stuyvesant! Die Straße entlang der „Wall“ hieß natürlich „Wallstreet“. Die Mauer steht nicht mehr, der Name Wallstreet ist geblieben und steht heute für „das“ Finanzzentrum in New York und der Welt.

Der Broadway

Der Broadway ist aus einer alten Indianerstraße entstanden. Die zog sich quer über die Insel Manhattan und ist von den ersten Siedlern ausgebaut worden. Der Broadway, oder „Breede Weg“, wie ihn die Holländer nannten, zieht sich immer noch quer und respektlos durch die Streets und Avenues. Deshalb entstehen an der Kreuzung mit dem Broadway Dreiecke, die entweder mit passenden Häusern oder kleinen Parks, wie zum Beispiel der Herald Square, ausgefüllt sind. Der bekannteste Zipfel ist sicher der Times Square, benannt nach dem Bürogebäude der Times, welches dort steht.